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Krankmeldungen in Deutschland: Tipps zur Vermeidung von Fehltagen

Der Krankenstand in Deutschland bleibt hoch

Gerade fehlen gefühlt wieder mehr Kollegen neben einem am Schreibtisch, und die aktuellen Zahlen zum Krankenstand im ersten Quartal 2024 bestätigen diesen Eindruck.

Die Bedeutung des erhöhten Krankenstands in Deutschland

Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit lag der Krankenstand im ersten Quartal 2024 bei 5,8 Prozent, nur knapp unter dem Rekordwert des Vorjahresquartals. Die durchschnittliche Dauer einer Krankschreibung sank leicht von 9,6 auf 9,3 Tage, gleichzeitig stieg aber die Zahl der Krankheitsfälle. 38 Prozent aller Beschäftigten waren im ersten Quartal mindestens einmal krankgeschrieben, bei Personen unter 20 Jahren waren es 59 Prozent.

Ursachen für die hohen Ausfallraten

Die Hauptursachen für die Krankheitsausfälle waren laut DAK-Gesundheit vor allem Atemwegserkrankungen, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen und psychischen Erkrankungen. Diese Daten basieren auf der Analyse von Krankschreibungen von 2,2 Millionen Versicherten. DAK-Chef Andreas Storm betonte, dass sich die hohen Ausfallraten nach den Rekordwerten der Jahre 2022 und 2023 im ersten Quartal 2024 verfestigt haben.

Auswirkungen auf die Gesellschaft

Der erhöhte Krankenstand belastet nicht nur die Betroffenen, sondern hat auch Auswirkungen auf Unternehmen. Krankheitsbedingte Ausfälle führen zu Produktivitätsverlusten, erhöhtem Arbeitsdruck auf verbleibende Mitarbeitende und zusätzlichen Kosten für Unternehmen.

Was gegen Fehltage tatsächlich hilft

Die häufigsten Ursachen für Krankschreibungen, Atemwegserkrankungen, Rückenschmerzen und psychische Belastung, haben unterschiedliche Auslöser und lassen sich nicht mit einer einzigen Maßnahme lösen. Ein paar Ansatzpunkte, die sich in der Prävention wiederholt als sinnvoll erweisen:

Erholung und Auszeiten

Regelmäßige Erholungsphasen, ob im Urlaub oder im Alltag, gelten allgemein als wichtiger Baustein der Gesundheitsprävention. Wer dauerhaft ohne echte Pausen arbeitet, ist nach Einschätzung vieler Arbeitsmediziner anfälliger für Erschöpfung und in der Folge für Krankheitsausfälle. Das gilt unabhängig davon, ob die Erholung am Meer, in den Bergen oder zuhause stattfindet.

Bewegung im Alltag

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Ursachen für Fehltage, und viele davon stehen im Zusammenhang mit langem Sitzen und einseitiger Belastung. Regelmäßige Bewegung, auch in kleinen Einheiten über den Tag verteilt, wird von Fachgesellschaften als eine der wirksamsten Gegenmaßnahmen genannt.

Achtsamkeit und Stressreduktion

Psychische Erkrankungen sind einer der am stärksten wachsenden Gründe für Krankschreibungen. Achtsamkeitspraxis im Alltag wird häufig als eine von mehreren Maßnahmen zur Stressreduktion genannt, neben ausreichendem Schlaf, sozialem Rückhalt und einer realistischen Arbeitsbelastung. Meditation, Yoga oder ähnliche Praktiken können dabei einen Baustein bilden, sie ersetzen aber keine Behandlung bei anhaltenden psychischen Beschwerden.

Schlussfolgerung

Der Krankenstand in Deutschland bleibt auf einem hohen Niveau, mit Atemwegserkrankungen, Rückenschmerzen und psychischen Belastungen als häufigsten Ursachen. Einzelne Maßnahmen wie mehr Bewegung, echte Erholungsphasen und Achtsamkeit im Alltag werden von Fachstellen als sinnvolle Bausteine genannt, sie sind aber kein Ersatz für ärztliche Abklärung, wenn Beschwerden anhalten.


Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.